• Karies und Parodontitis

Sind Sie ein Zähneknirscher?

Dr. Daum & Dr. Mutzek - Zähne knirschen

"Zerknirscht sein, die Zähne zusammen beißen müssen, sich durchbeißen" sind Redewendungen, die der Volksmund kennt. Der reale Hintergrund dafür ist nächtliches Zähneknirschen.

Heutzutage gibt es Stress und Probleme genug. Schwierigkeiten in der Schule, im Beruf oder im Privatleben spiegeln sich in unserer Psyche wider. Kann das Problem nicht zufriedenstellend gelöst werden und dauert es über eine gewisse Zeit an, so sucht sich unser Körper ein Ventil, um diesen Stress innerlich abzubauen. Eines davon ist nächtliches Zähneknirschen, in der Fachsprache Bruxismus genannt.

Nachts, wenn wir schlafen, versucht unser Unterbewusstsein das Problem zu zerkleinern oder zu zermahlen. Dies äußert sich oft in einem festen Zusammenpressen der Zahnreihen aufeinander und einer stetigen Seitwärts-Mahlbewegung. Dabei entstehen nicht unerhebliche Mahl- und Gleitgeräusche.

Geknirscht werden kann ein- oder mehrmals pro Nacht und auch über Jahre hinweg. Nicht nur die Zähne werden dadurch einem erhöhten Abrieb unterworfen, sondern es findet auch regelmäßig eine Verspannung der Kaumuskulatur statt, die sich bis in den Nackenbereich ausdehnen kann.

Morgens wachen diese Patienten meist verspannt auf und gelegentlich ist auch ein Überlastungsschmerz an den Zähnen feststellbar. Falls die Zahnreihe dieser Patienten zusätzliche Unregelmäßigkeiten aufweist, kann sich das nächtliche Zähneknirschen sogar noch verstärken. Dies rührt daher, dass schief stehende Zähne gelegentlich als Hindernis im Mund wahrgenommen werden und man unbewusst versucht, dieses Hindernis in der Nacht aus dem Weg zu räumen. Aus diesem Grund wird auf schief stehenden Zähnen unbewusst gerne "herumgemahlen".